Projekt

Schärenmoosstrasse Zürich

Fakten

Bauherrschaft

Stif­tung PWG, Zü­rich

Architektur

ARGE Stu­dio OAEU & Con­rad Kers­ting

Verfahren

Pro­jekt­wett­be­werb im se­lek­ti­ven Ver­fah­ren

Wettbewerb

2022

/ 6

Be­trach­tet man ak­tu­el­le und künf­ti­ge Ent­wick­lun­gen im sich stark trans­for­mie­ren­den Stadt­teil Zürich Leut­schen­bach, so wird deut­lich, dass die be­a­r­bei­te­te Pa­r­zel­le Po­ten­zi­al und Auf­hol­be­da­rf auf­weist be­züg­lich Ent­sie­ge­lung, Durch­grü­nung, Hit­ze­min­de­rung und öko­lo­gi­sche Auf­wer­tung.
Wo immer Nut­zun­gen, Nor­men und Richt­li­ni­en dies zu­las­sen, wird der Belag ge­öff­net und Raum ge­schaf­fen für Ve­ge­ta­ti­on. Der ge­sam­te Frei­raum ist in einer ent­spann­ten, lo­cke­ren For­men­spra­che aus­ge­stal­tet - als Ge­gen­qua­li­tät zur stren­gen Fas­sa­den­ge­stal­tung. Die vor­han­de­ne As­phalt­de­cke wird er­setzt durch ver­si­cke­rungs­fä­hi­ge, re­ten­die­ren­de und tran­spi­rie­ren­de Be­lä­ge wie Chaus­sie­rung, Si­cker­stei­ne und Öko-Si­cker­stei­ne mit be­grün­ten Fugen in ex­ten­siv ge­nutz­ten Be­rei­chen. 

Im Be­reich des Quar­tier­plat­zes wird das be­ste­hen­de Un­ter­ge­schoss zu­rück­ge­baut, so­dass Wur­zel­raum ent­steht für al­te­rungs­fä­hi­ge, gross­kro­ni­ge Bäume der Weich­holzau­en und eine in­ten­siv be­pflanz­te 'Cool Is­land' zur öko­lo­gi­schen Auf­wer­tung, Puf­fe­rung von Star­k­re­ge­ner­eig­nis­sen, Ver­si­cke­rung des Dach­was­sers und Küh­lung des Stadt­kli­mas. Über die 'Cool Is­lan­d‘ führen er­höh­te spie­le­ri­sche Fur­ten, wel­che auch bei Flu­tung über dem Was­ser­spie­gel ste­hen. Grund­sätz­lich wird an­ge­strebt, so viel Me­te­o­r­was­ser wie mög­lich in den Pflanz­flä­chen ver­si­ckern zu las­sen. Wäh­rend der Ein­gangs­be­reich blu­mig, offen, re­prä­sen­ta­tiv aus­ge­stal­tet ist, wirkt der Ge­mein­schafts­hof deut­lich in­ti­mer, ru­hi­ger, mit einem an­zie­hen­den Land­schafts­fens­ter zum Kat­zen­bach.

Der Werk­hof wird mul­ti­funk­ti­o­nal und im Di­a­log mit dem an­gren­zen­den Frei­raum ent­wi­ckelt. Ve­lo­par­kie­rung trifft auf Auf­ent­halt, Werk­platz und Er­schlies­sung des Un­ter­ge­schos­ses.
Auf den Dä­chern ent­ste­hen le­ben­di­ge Land­schaf­ten für Mensch und Tier. Ha­bi­tat­struk­tu­ren bie­ten Un­ter­schlupf für Klein­tie­re. Lip­pen­blüt­ler, Dol­den­blüt­ler und Co. näh­ren­den Nek­tar und Pol­len. Kiwi, Trau­ben, Kräu­ter und Bee­ren dür­fen ge­nascht und ge­pflückt wer­den durch die Be­woh­ner:innen.

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